Die geplante Wallfahrtsanlage
Ein Plan aus der Zeit um 1910 wird im Bundesdenkmalamt in Wien aufbewahrt – und ist bislang der einzige bekannte Gesamtplan der projektierten Wallfahrtsanlage von St. Apollonia.
Dieser Plan aus der Zeit um 1910 wird im Bundesdenkmalamt in Wien aufbewahrt – und ist bislang der einzige bekannte Gesamtplan der projektierten Wallfahrtsanlage von St. Apollonia.

Laut handschriftlichem Vermerk handelt es sich um eine „Copie nach dem Originalplan, verfaßt von einem Benediktiner-Mönche des Stiftes Kladrau, um 1669“. Ob das Original noch existiert, wissen wir leider nicht. Dennoch ist der Entwurf ein bemerkenswertes Zeugnis.
Geplant war ein ovaler, womöglich überdachter Umgang, der Kirche und Brunnenkapelle wie ein Kreuzgang verbinden sollte. Pilger hätten hier betend um das Heiligtum ziehen können.

Man sieht noch heute die Maueransätze für den geplanten Kreuzgang - sowohl an der Kirche als auch an der Kapelle.
Neben Kirche und Brunnenkapelle waren zwei zusätzliche Kapellen mit zwei weiteren Altären sowie drei weitere Einläufe für das Heilwasser vorgesehen.
Doch keines dieser Elemente wurde realisiert. St. Apollonia muss als unvollendetes Bauwerk verstanden werden.
Besonders spannend: Der noch heute sichtbare, zugemauerte Eingang an der Westseite der Kirche war in dieser Planung als offizieller Zugang zur Kirche vorgesehen. Womöglich ist er also bereits seit dem Bau 1669/1670 in diesem Zustand.

Für die Nordkapelle soll zumindest ein Fundament existieren – wir hoffen, es irgendwann noch im Gelände nachweisen zu können.
